Die Fotografie des Jahres 2004 ist geprägt von Nostalgie, Wehmut und einer großen Traurigkeit.
Tierhandel auf dem Balkan... Gesehen in Kroatien - Fotoserie von einem wirklich turbulenten Tiermarkt. Tierschutz hin oder her, niemand läuft hier Gefahr zu behaupten, die Viecher würden vermenschlicht. Happy pics... Tierhandel auf dem Balkan... Für wenige Sekunden wird das Schweineohr zum Tragegriff. Was man in diesem Foto nicht sieht: die Tiere wurden abgesehen von dem kurzen Transport pfleglich behandelt. Tierhandel auf dem Balkan... Die potentiellen Spanferkel wurden im Akkord verkauft, auf dem Markt herrschte ein hektisches buntes Treiben, wenn ein Geschäft zustande kam. Tierhandel auf dem Balkan... Kaum war der Kauf per Handschlag besiegelt, verfielen alle Beteiligten in ein wildes, undurchschaubares Gewusel. Hektisch wurden die Tiere geschnappt und an ihren Bestimmungsort gebracht. War alles erledigt, kehrte sofort wieder Ruhe ein und die Szenerie vermittelt einen friedlichen Eindruck, als wäre nichts geschehen... Tierhandel auf dem Balkan... Außerordentlich beliebt zum Transport der niedlichen Tiere ist hierzulande der Schweineschwanz. Ich habe kein Tier fotografieren können, dass wie in Deutschland mit einem kupierten Ringelteil herumgelaufen ist, was doch auf eine artgerechtere Schweinezucht schließen lässt als in Deutschland. Tierhandel auf dem Balkan... Schweine werden auf dem Balkan zum Großteil im Freien gehalten. Der hier fotografierte Sauhaufen lümmelte aber nicht ganz freiwillig in einer Box auf einem kroatischen Tiermarkt herum. Wenn Vater Rhein keinen Platz hat... Wenn sich der Fluss im Januar unter dem gefrorenen Eis wieder zurück zieht, dann bekommt Eislaufen eine völlig neue Dimension. Wenn Vater Rhein keinen Platz hat... Auf der Schäl Sick zwischen Bonn - Schwarzrheindorf in Richtung Siegmündung. Die hier gezeigte und fotografierte Eisschicht ist nur wenige Milimeter dick, deswegen konnte die Eisfläche auch zusammenbrechen, als Vater Rhein in sein Bett zurück kehrte. Wenn Vater Rhein keinen Platz hat... Wie in glänzenden Beton gegossen wirken die Bäume, die im Naherholungsgebiet auf der "falschen" Rheinseite vom Eis umschlossen sind. Einige wilde Eisläufer hatten sich hierher verirrt, ich konnte aber keinen fotografieren... Wenn Vater Rhein keinen Platz hat... Wie dünn diese Eisdecke war, kann man nur erahnen und hier in diesem Foto ganz unten sogar sehen. Zusammengesunken durch das Eigengewicht spiegeln sich die Bäume in einem Parabolspiegel aus Eis. Ein Grad über Null, Nebel, kalt, klamm - schön! Die Nordseeküste im Winter, ideale Bedingungen für gute Fotografie, wenig Menschen, beeindruckende Natur. Ein Grad über Null, Nebel, kalt, klamm - schön! Der Hafen von Neuharlingersiel im Novembernebel. Die Kälte hält den Dunst am Boden gefangen. Im Hafen liegt alles still... Ein Grad über Null, Nebel, kalt, klamm - schön! Das Foto wirkt wie eine Montage, ist aber keine. Die Takelage der Fischkutter ist auch Flughafen für Meeresvögel aller Art. Allen voran natürlich die Möwen. Ein Grad über Null, Nebel, kalt, klamm - schön! Der Anblick der Fischkutter im Hafen von Neuharlingersiel hat sich sicher seit Generationen nicht verändert. Warten auf Wetter heißt die Devise, denn die meisten Devisen werden hier inzwischen mit den Touristen gemacht. Ein Grad über Null, Nebel, kalt, klamm - schön! Spiegelungen im Wasser. Im Hafenbecken rührte sich kaum ein Lüftchen, Mensch und Tier hatten sich auch in warme Ecken zurückgezogen. Die kalte Stimmung läßt sich im Foto nur schwer vermitteln. Ein Grad über Null, Nebel, kalt, klamm - schön! Alle Kutter sind schon da. Der Hafen von Neuharlingersiel wirkt wie vollgestopft und vollgepfropft. "Wild Parken" und in zweiter Reihe halten, scheint bei den Kapitains Gang und Gäbe zu sein. Ein Grad über Null, Nebel, kalt, klamm - schön! Der Hafen zählt mehr Masten als Neuharlingersiel im Winter Einwohner hat. Wer Ruhe sucht, der kann sie hier finden. Ein Grad über Null, Nebel, kalt, klamm - schön! Der Klabautermann kann die bösen Wassergeister nicht abwehren, dafür braucht es eine Galeonsfigur. Wo steht denn geschrieben, daß diese aus Holz geschnitzt sein muß? Ein Grad über Null, Nebel, kalt, klamm - schön! Bei Ebbe gibt die Nordsee das Watt frei. Vom Wasser gebastelte Strukturen im Boden kommen ans Tageslicht. Der kurze Ritt nach Sylt... Für mehr als drei Fotos hat mein Budget nicht gereicht, denn Sylt ist höllenteuer, dafür aber auch sehr ordentlich (und langweilig). Der kurze Ritt nach Sylt... Westerland ist eine der hässlichsten Städte, die ich jemals besucht habe, außerdem läßt sich das Image, welches die Schicki-Micki-Insel umgibt durch nichts rechtfertigen oder aufrecht erhalten! Kein Foto von Westerland... Dekadenz erzeugt Würgreiz! Der kurze Ritt nach Sylt... Natur pur, schön eingepfercht in vordefinierte Strandabschnitte mit Kurtaxe und Strandzuschlag. Eine große Zeltplatzkolonie für jene und welche... nix für Onkel Torsten! "Wenderester" in der ehemaligen DDR. Fünfzehn Jahre nach der "Wende" entstanden diese Bilder alter Industrieanlagen auf einem ehemaligen Fabrikgelände in der Nähe von Dessau. Der alte Wasserturm... "Wenderester" in der ehemaligen DDR. Armaturen für Energieleitungen, wie man sie nicht mehr findet. Heute kaum vorstellbar, damals normal. Anzeigen waren so robust, daß sie ohne schützende Glas- oder Kunststoffabdeckung auskamen. "Wenderester" in der ehemaligen DDR. Die Schaltwarte eines Heizkraftwerkes in der Nähe von Vockerode. Heute ist die gesamte Anlage Museum. Freihand fotografiert durch eine Glasscheibe... "Wenderester" in der ehemaligen DDR. Kala Standardgeschirr in der alten Werkstatt der ehemaligen Solvay- Werke in Osternienburg. Ehemals erfüllt von Leben und Lärm, heute wahrscheinlich nicht mehr existent. Fensterbild... "Wenderester" in der ehemaligen DDR. Schaltwarte in den ehemaligen Solvay-Werken Osternienburg anderthalb Jahrzehnte nach der Wende. Verfall und Erhaltenswertes... Antiquitäten erst als Gebrauchsgegenstand, dann als Müll. "Wenderester" in der ehemaligen DDR. Industrieromantik? Das Bild wäre heute so einfach nicht mehr möglich, denn ich bin inzwischen Nichtraucher. "Wenderester" in der ehemaligen DDR. In den neunzehnhundertdreißiger Jahren wurde der Kessel errichtet, der bis zum Tod des Betriebes, Ende des zwanzigsten Jahrhunderts in Betrieb war. Nicht auszuschließen, daß die hier abgebildeten Schieber und Armaturen auch schon fast siebzig Jahre auf dem Buckel haben. "Wenderester" in der ehemaligen DDR. Morgenstimmung in Solvay. Von Chlor zerfressenes Fensterglas läßt milchiges Licht in den Raum... "Wenderester" in der ehemaligen DDR. Romantischer Zerfall. Die Sonne versucht ihr Revier in den zerfallenen Lagerhallen zu erobern. Löcher im alten Hallendach sorgen für plastisches Licht. "Wenderester" in der ehemaligen DDR. Nahe Bernburg. In diesen Hallen wurde Schwermaschinenbau betrieben. Leider ist heute nichts mehr von den Schwermaschinen oder von der Halle zu sehen. "Wenderester" in der ehemaligen DDR. Die Tore von Solvay in Osternienburg sind nun für immer geschlossen. Wenn man nicht davon loskommt?! Drogensüchtiger "knallharter" Spanier mit Hang zur Hochnäsigkeit...