Götzenanbetung ist eine Sünde und doch findet sich in fast jeder katholischen Kirche ein Reliquienschrein mit einem Splitter aus dem Kreuz Jesu oder einem Nagel oder einer Dorne aus eben dieser Krone... Fotos in Kirchen.
An den Mann im Spiegel
Du bist ein krummer, dummer Hund!
Und hast es doch so gut gehabt,
Bist gar nicht reich und bist gesund,
Auch großenteils nicht unbegabt.
Du altes Schwein im Trüffelbeet,
Weißt du auch stets,
wie gut’s dir geht?
Du, spring nicht über Schranken,
Die höher, als du selbst bist, sind.
Vergiß nie, täglich wie ein Kind
Für alles tief zu danken.
(J. Ringelnatz)
Rotes Tulpenmeer...
Tulpen im Überfluss am Wegesrand, diese Sujet in Schwarz-Weiss mit weichem licht und dem Spiel aus Tiefenschärfe und Kontrast ist in seime Fotografischen Kontext zu den gezeigten Bildern nicht erkennbar.
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . deSo unscheinbar und lieb die Katholische kirche auch scheinen mag: Das Bild dieser Madonna trügt, dieses Foto strahlt Ruhe und Friedlichkeit aus doch die Kirche ist ihr täglicher Kampf um Macht und Gewinn. Die katholischen Bistümer konnten 2000 mit 4, 535 Mrd. Euro an Kirchensteuern rechnen. Tiefer dringen kann man in diesen Fragen bei der katholischen Kirche als Normalsterblicher kaum. Aber auch hier tragen die Kirchensteuern wohl kaum mehr als 45 % zum Gesamthaushalt bei. Öffentliche Zuschüsse, Vermögens- und Gebührenerträge sowie Kollekten und Spenden kommen hinzu. Insgesamt dürfte sich ein sehr ähnliches Bild wie bei der evangelischen Kirche ergeben.
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . de...Die Fotografie soll den Kontrast zwischen dem Versinnbildlichten und dem Bildlichen kenntlich machen, wie oft wird Wasser gepredigt und Wein getrunken? jetzt Schauen sie mal hier: wieviel Gold braucht der Mensch? ...stutzig macht es einen schon, das hier Abermillionen hin und her geschoben werden, wo doch aller Christen und Kirchen höhere Mission dies eigentlich kritisiert: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (Matthäus-Evangelium 19, 24).
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . deIch gebe offeb zu, daß mich das Kulturgut Kirche beeindruckt, da jede Medaille 2 Seiten hat muß ich neidvoll gestehen, daß die Kunstschätze, welche die Kirche zusammengerafft hat ohne selbige möglicherweise nicht oder nicht mehr existieren würden. Allerdings sind viele dieser Dinge leider lediglich das Mittel zum Zweck, da sie von der Kirche hervorgebracht, beauftragt oder erzwungen wurden. Lassen sie sich von dem Foto eines harmlosen Engels nicht täuschen, die Kirche hat Grausame Dinge getan um schön zu scheinen...
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . deDie Fotografie dieses Altars in einer kleinen Kirche auf Sizilien zeigt sehr schön die Uniformität des glaubens... egal wo man hinschaut, das Motiv ist vorgegeben. Auch das Gleichnis vom reichen Mann und dem armen, kranken Lazarus spricht eine deutliche Sprache: „Als nun der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von weitem Abraham, und Lazarus in seinem Schoß“ (Lukas-Evangelium 16, 22f.)
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . deAuf Bänken wie dieser hier, welche ein schönes Beispiel für Fotografiertes Gegenlicht darstellt wurde sicher zu oft beschlossen was nicht des glaubens ist... „Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten“ (Matthäus-Evangelium 25, 27). Nur muss man sagen: Hier geht es nur bildlich um Geld, nicht aber sachlich. Doch gerade in der katholischen Kirche heiligte der Zweck schon immer die Mittel – zumindest seit der Jesuitenorden durch seine strenge Dogmatik und teils geradezu unbarmherzige Aktivitäten Anlass dazu gab, ihm diese Maxime zuzuschreiben.
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . deDie Kirche als eines der größten, wenn nicht das Größte Konsortium weltweit mit einem unvorstellbaren Umsatz, miliardenschweren Immobilien (wie unschwer an diesem Foto zu erkennen ist) und einem cashflow von dem man nur träumen kann. Trotz dieser Umstände wird an jeder Tür um milde Gaben gebeten (um es mal ganz vorsichtig auszudrücken) und das ist einfach nicht zu verstehen...
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . deIch schätze, daß sich diese hier fotografierte heilige Jungfrau Maria in ihrer Begräbnisstätte herumwälzen würde: Ausgabenstatistik der EKD für „ihre“ Kindertagesstätten. Dafür hat sie nach eigenen Angaben 1, 568 Mrd. Euro berappt, was 14, 9 % aller ihrer Ausgaben entspräche. Tatsächlich wurden aber ganze 1, 1 Mrd. Euro davon staatlich getragen und 320 Mio. Euro Elternbeiträge kamen hinzu. Von den offiziell behaupteten 1, 568 Mrd. Euro beteiligten sich EKD, Landeskirchen und Kirchengemeinden tatsächlich also nur mit überschaubaren 148 Mio. Euro. Das sind nur noch 1, 4 % der Gesamtausgaben - statt 14, 9. Rechenkunst im Auftrag des Herrn?
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . deEine Fotografie der frisch restaurierten und 2005 fertiggestellten ehemaliegen Universitätskirche, der Jesuitenkirche in Wien. Fast alle wiener Kirchen sind Staatseigentum und werden als Kulturgut erhalten, der erhalt des geistlichen Betriebes gereicht hier zur Nebensache... Fotografierter österreichischer Hochbarock, welcher sich durch seine "Buntheit" vom deutschen hochbarock unterscheidet. Die evangelische Kirche veröffentliche 1962, 1975 und zuletzt 1986 Zahlen über ihren Grundbesitz. 1986 wurde ihr Land zu 6,6 % bebaut, zu 70 % landwirtschaftlich genutzt, 18,2 % waren bewaldet, 2,2 % entfielen auf Wege, Ödland sowie Gewässer und 3,1 % wurden als Friedhöfe genutzt. Leicht setzt sich die vorschnelle Idee im Kopf fest, mit der Abnahme der kirchlichen Bedeutung im Leben der Bundesbürger sinke auch der Umfang ihres Grundbesitzes. Dem ist aber nicht so. 1962 besaß sie nur 136.500 ha und 1975 schon 142.551, um 1986 auf 144.364 Hektar Land zu kommen. Das ist heute vermutlich beinahe soviel, wie 2003 die Freiland-Gemüseernteflächen in ganz Niedersachsen betrugen (151.000 ha). Man könnte es auch mit Mendoza, dem größten Weinanbaugebiet Argentiniens vergleichen, das ebenfalls 144.000 ha groß ist.
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . deDas Foto dieser Doppelskulptur zeigt eine Segnung... geht es hier um Grundbesitz? Im Unterschied zur evangelischen, gibt sich die katholische Kirche bezüglich ihres Grundbesitzes völlig bedeckt. 1937 hatte sie aber noch keine freie Wahl. Damals wurde ihr gesamter Grundbesitz auf dem Boden der späteren Bundesrepublik Deutschland auf 188.779 ha beziffert. Der evangelischen Kirche wurden 1937 137.882 ha zugeschrieben, was in etwa der Zahl von 1962 entspricht. Die FOWID schlussfolgert auf dieser Basis, dass der katholische Grundbesitz von 1937 auch etwa dem von 1962 entspricht. Dann wird eine der evangelischen vergleichbare Entwicklung auch für den katholischen Grundbesitz angenommen und außerdem auf Grundlage der Zahlen von 1937 der kirchliche Grundbesitz für die DDR bzw. die neuen Bundesländer geschätzt.
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . deDie Fotografie zeigt den Himmel wenn man in der Kirche steht... Die evangelischen Banken haben 2004 etwa 10,5 Mrd. einliegen, die katholischen 11, 2 Mrd. Euro. Die evangelischen Banken sind seit 2003 etwas im Abwärtstrend begriffen (von 11,4 auf 10,5 Mrd. Euro), aber immer noch 900 Mio. Euro über dem Stand von 1997, die katholischen hingegen steigern ihren „Kirchenschatz“ kontinuierlich seit 1997 um durchschnittlich 631 Mio. Euro pro Jahr – und das trotz allgemeiner Jammerstimmung wegen zurückgehender Kirchensteuereinnahmen. 2004 waren die konfessionellen Banken also über 20 Mrd. Euro schwer. Davon 10 % Privatkunden abgezogen, bleiben 18 Mrd. Euro. Mit der von der FOWID geschätzten Verdreifachung des Betrages ergibt sich eine Kapitalrücklage von mindestens 50 Mrd. Euro. Ein hübsches Sümmchen, bei dem sich mancher fragen mag, warum er überhaupt noch etwas in die Kollekte wirft oder Krisenmeldungen der kirchlichen Finanzverwalter mit Entsetzen aufnimmt.
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . deEinsam und verlassen, fotografiert im Bayrischen Freilichtmuseum Tittling... verrostetes eisen ist irgendwie demütiger als Glanz und Glorie... Jede der beiden großen Konfessionskirchen hat jährlich etwa 10 Mrd. Euro zur Verfügung. Hinzu kommen verschiedenste Rücklagen, Besitztümer und an allen Ecken und Enden staatliche Fördermittel. All das wäre ja schön und gut, wenn ein beträchtlicher Anteil in die soziale Arbeit flösse. Aber auch dort ist von der Kirche kaum mehr als die Trägerschaft zu sehen – und das damit fälschlicherweise einhergehende Renommee. Das Geld im Sozialbereich kommt zu etwa 98 % von Anderen.
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . deTurmaufgang der Kirche im Stift Melk, Wachau - Österreich... einer der wenigen orte an denen es keinen Spaß gemacht hat zu fotografieren... Auf die beiden Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie entfielen 2003, finanziell gesehen, 35, 4 % der gesamten sozialen Aufwendungen in Deutschland, nämlich knapp über 37 Mrd. Euro von insgesamt 105 Mrd. Euro. Von diesen 37 Mrd. Euro kam das meiste aber durch Gebührenerhebungen und staatliche Zuschüsse sowie durch Spenden zusammen. Die Kirchen gaben aus ihren eigenen Haushalten als sog. „Kirchenquote“ nur 828 Mio. Euro dazu. Das sind gerade mal 2,2 %. Wer wollte das nennenswert nennen? Verkehrte Welt: Kaum zu rechtfertigende Finanzmachenschaften werden in gegenseitiger Überbietung tunlichst verschwiegen, aber die publicityträchtige Wohlfahrtsarbeit wird ohne wirkliche Grundlage öffentlich ausgeschlachtet. Ob das dem Herrn gefällt?
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . deSegnend und aus massivem Silber... Modernes Altarbild einer Kirche in Wien. Das Spitzlicht im Hintergrund setzt den besonderen Kontrast in diesem Foto... Peppone ganz groß im Mediengeschäft: Ob das der Meinungs- und Medienfreiheit gefällt? Dies ist keine politische, sondern eine unternehmerische Entscheidung. So SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier in einem im Dezember 2004 veröffentlichten Spiegelinterview zur Ankündigung, dass die SPD-Medienholding DDVG die Mehrheit am Verlag der „Frankfurter Rundschau“ zu übernehmen gedenke. Ist es denn die Möglichkeit? Die Schatzmeisterin hält die Vorstellung, es gehe der Partei hier um politische Einflussnahme für absoluten Quatsch und betont, dass der Unternehmensbereich der Partei von der Partei getrennt und nur über sie als Schatzmeisterin und Treuhänderin verbunden sei. Ja, ist denn das nicht bereits der Verbindung mehr als genug?
Der Reichtum der Kirche hat sie so arm gemacht ...
© Anke Maggauer-Kirsche - Quelle für Teile des folgenden Textes: http : // www . goettingerbrief . deUmsonst ist der Tot,d och selbst der kostet das Leben... die "Offerte" komerzialisierte Geistlichkeit wo auch immer man hinschaut, was auch immer man im Lichtbild bannt... Centteure Artikel werden mit dem Klingelbeutel vergoldet und verzigfacht, so war es immer und so wird es immer sein. Sollte nicht, wie bei Lebensmitteln, auch bei den Medien drauf stehen, was drin ist? Welche Medienbeteiligung, welche sonstigen Abhängigkeiten, welche Subjektivitäten und Interessen die objektive Berichterstattung garantieren? Wenn schon keine Pressefreiheit, dann immerhin eine Pressetransparenz. Und das für alle – denn: was nicht ist, das kann ja immer noch werden ...